In diesem Seminar besteht die Mö glichkeit, vorhandene Bilder aus dem
Unbewussten zu malen oder sich spontan-intuitiv malerisch auszudrü cken.
Dabei wird der Kontakt zum Unbewussten ü ber eine Aktive Imagination
(siehe unten) gesucht. Eine anschließende Besprechung der Bilder ermö g-
licht die Einbindung in den Alltag und auf Wunsch in die Lebensgeschichte.
Im Frü hjahr 2017 fand das erste gemeinsame Seminar in den Rä umlich-
keiten der C.G. Jung Gesellschaft Freiburg in der Mozartstr. 64 statt. Weitere
Seminare folgten im Frü hjahr 2018. Interessent/innen kö nnen sich bei
Maria Uihlein unter der Telefonnummer 0761/445888 anmelden.
Eingeladen sind alle, die Malen aus dem Unbewussten als Mö glichkeit, sich
selbst zu begegnen, kennen lernen mö chten. Es geht dabei nicht darum, das
Malen zu erlernen oder gar schö n malen zu kö nnen. Es sind auch keine Vorerfahrungen mit
Aktiver Imagination erforderlich. Die Bilder kö nnen auf
Wunsch in der Gruppe besprochen werden. Dabei wird Wert darauf gelegt,
dass dies in einer Atmosphä re gegenseitigen Wohlwollens geschieht und
die Schweigepflicht außerhalb der Gruppe beachtet wird.
Malmaterial wird zur Verfü gung gestellt (wasserlö sliche Wachsfarben).
Eine Technik, um mit dem Unbewussten in Kontakt zu treten ist die Aktive
Imagination.
In einem mö glichst entspannten Zustand kommt es darauf an, sich aktiv
und bewusst auf ein inneres Bild, z. B. aus einem Traum einzulassen. Dabei
ist genau zu beobachten, wie sich dieses Bild verä ndert und entfaltet. Es
geht einerseits darum, sich aktiv dem Fluss der Bilder zu ü berlassen.
Andererseits geht es darum, dass das „Ich“ aktiv, verwandelnd in das
imaginative Geschehen eintreten kann, indem es sich mit den auftreten-
den Figuren auseinandersetzt, mit ihnen in einen Dialog eintritt. Der innere
Dialog mit dem Unbewussten ist fü r C.G.Jung der Heilungsweg, den er
Individuationnennt: “Wann immer ich in meinem spä teren Leben stecken
blieb, malte ich ein Bild oder bemalte Steine und immer war das der
Eingangsritus fü r nachfolgende Gedanken und Arbeiten.“ (C.G.Jung)
Malen und aktives Imaginieren gehö ren beide zu diesem inneren Dialog.
Deshalb ist es sinnvoll, sie gemeinsam anzuwenden. Durch die Neuro-
wissenschaften ist inzwischen nachgewiesen, dass beim Malen unser
gesamter Kö rper und alle Sinne einbezogen sind. Es werden verschiedene
Gehirnareale aktiviert, die neue Zugä nge zu sich selbst erö ffnen. C. G. Jung,
dem dieses Wissen noch nicht zur Verfü gung stand, sprach von der Hervor-
bringung eines seelischen Zustandes, in welchem wir mit unserem Wesen
experimen- tieren, wo nichts mehr fü r immer gegeben und hoffnungslos
versteinert ist. Indem wir im Malprozess experimentieren, lernen wir auch
im konkreten Leben zu experimentieren und zu gestalten.