DGAP Frühjahrstagung 2026
wenn wir bald zurückblicken auf die Herausforderungen des Jahres 2025, dann möchten vielleicht viele ihre Uhren weit zurückdrehen und sie an sorgloseren Stellen anhalten, beziehungsweise dort kreisen lassen. Gleichzeitig wissen wir:
„Der Hahn der Wasseruhr lässt sich nicht schließen.“
(Vladimir Jankélévitch, Das Unumkehrbare und die Nostalgie, Suhrkamp 2025 S. 235)
In ihrem schönen Grußwort für die Tagungsvorbereitungsgruppe schreibt Elisabeth Schörry-Volk: „Die Zeit und mit ihr die Bedingungen ändern sich aktuell in rasanter Geschwindigkeit. Im gesellschaftlichen Außen und therapeutischen Innen wird dies Gegenstand unserer Tagung sein.“
Mit einem dichten und bedächtig zusammengestellten Programm möchten wir einen Beitrag leisten, vom ‚Unumkehrbaren‘ der Zeit das vermeintlich ‚Unzeitgemäße‘ unserer jungianischen und tiefenpsychologischen Positionen gut unterscheiden zu können. Auch wenn man sich in Anbetracht der krisenhaften Gegenwart am liebsten wie eine Kugel zusammenrollen oder innerhalb anderer uroborisch anmutender Lebensformen schützen will… Lassen Sie uns bei der Tagung zueinander gewandt, in unserem Wahrnehmen nahe an den Realitäten der Zeit und zugleich in unserem Denken ‚unzeitgemäß‘ bleiben!
Neben den inhaltlichen Debattenbeiträgen, von denen nicht nur die Mobilisierung der Vorstellungskraft, sondern auch ein Zug zur Initiative ausgehen soll, möchten wir bei der kommenden Veranstaltung in Esslingen unsere Aufmerksamkeit in großer Dankbarkeit einigen Personen zuwenden, die durch ihre unterschiedlichen Rollen und Funktionen in unserer Fachgesellschaft Räume zur Begegnung, Bewahrung und Veränderung gestaltet haben.
Annette Berthold-Brecht hat nun über ein Jahrzehnt im Geschäftsführenden Vorstand Verantwortung getragen, und uns als den neuen Vorständen in den letzten knapp drei Jahren den generativen Übergang ermöglicht. Auf ihren Wunsch hin werden wir Frau Berthold-Brecht im Rahmen der Mitgliederversammlung in gebührender Weise aus der Vorstandsgruppe verabschieden.
Ebenso wollen wir uns bei Anne Theißen von Herzen bedanken. Anne hat die DGAP als zweite Vorsitzende nach dem Wechsel in der Geschäftsstelle mit ihrer direkten und nahbaren Persönlichkeit durch eine wirklich nicht leichte Übergangszeit geleitet. Nach dem jetzt nahenden Ende ihrer Amtszeit als zweite Vorsitzende wird sie sich weiter in der wichtigen Funktion der IAAP-Delegierten engagieren.
Die „Aufsicht“ über einen ganz besonderen Begegnungs-, und vielleicht auch Transformationsraum hatte über viele Jahre Gerhard Wilke. Herr Wilke wird in Esslingen zum letzten Mal unsere Großgruppe leiten. Wir sind auch ihm sehr dankbar für den Raum und die Zeit, die er uns zu erleben geholfen hat.
Wie im letzten Jahr stellen wir ans Ende des Vorstandsgrußes eine Bitte, mit deren Erfüllung Sie unsere Tagungsplanung immens erleichtern können: Nutzen Sie in möglichst großer Zahl die Möglichkeit, sich bereits während der Phase des ‚early bird‘ für die Tagung anzumelden.
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DGAP Spring Conference 2026: Flood of fear or resistance – Dimensions of the Counter-Experience
As we look back on the challenges of 2025, many may want to turn back their clocks far and stop or circle them in more carefree places. At the same time we know:
„The water clock tap cannot be closed.“
(Vladimir Jankélévitch, The Irreversible and Nostalgia, Suhrkamp 2025 p. 235)
In her beautiful greeting for the conference preparation group, Elisabeth Schörry-Volk writes: „Time and with it the conditions are currently changing at a rapid pace. This will be the subject of our conference in the social and therapeutic environment.“
With a dense and carefully compiled program, we would like to contribute to being able to clearly distinguish from the ‚irreversible‘ of time the supposedly ‚untimely‘ aspects of our Jungian and depth psychological positions. Even if, in view of the crisis-ridden present, one would prefer to curl up like a ball or protect oneself within other uroboric-looking life forms… Let us turn to one another at the conference, remain close to the realities of the time in our perception and at the same time ‚outmoded‘ in our thinking!
In addition to the substantive contributions to the debate, which are intended not only to mobilize the imagination but also to provide a platform for initiative, at the upcoming event in Esslingen we would like to turn our attention in great gratitude to some people who, through their different roles and functions in our professional society, have designed spaces for encounter, preservation and change.
Annette Berthold-Brecht has now held responsibility on the Executive Board for over a decade and has enabled us, as the new board members, to make the generative transition over the past three years. At her request, we will duly remove Ms. Berthold-Brecht from the Executive Board group at the general meeting.
We would also like to thank Anne Theißen from the bottom of our hearts. Anne led the DGAP as second chairwoman after the change in the office with her direct and approachable personality through a really not easy transition period. As the end of her term as Vice-Chair now approaches, she will continue to be involved in the important role of IAAP delegates.
Gerhard Wilke had the „supervision“ of a very special meeting and perhaps also transformation room for many years. Mr Wilke will be heading our large group for the last time in Esslingen. We are also very grateful to him for the space and time he helped us experience.
As in the last year, at the end of the Board’s greeting we make a request that will help you immensely facilitate our meeting planning: Use the opportunity to register for the meeting in as many numbers as possible during the ‚early bird‘ phase.