hiermit laden wir Sie und Euch zu einer Exkursion nach Kamenz ein.
C.G.JUNG fragte: “Bis Du bezogen auf Unendliches ?” . Die Suche nach Sinn, nach Geist, dem
Spirituellen, nach dem Göttlichen in uns begleitet uns, oft genug unbewusst, manchmal auch bewusst.
Es ist ein Geschehen in der Seele des Einzelnen. Die Religionen fassen gemeinsame Erfahrungen mit
dem Geistigen zusammen. Die Kultstätten der Religionen sind Orte, wo sich der Einzelne seiner
spirituellen Erfahrung vergewissern, diese evtl. erneuern, in jedem Falle aber bewusst machen kann.
Im Christentum sind solche Orte bekanntermaßen die Kirchen, errichtet oft genug auf vorchristlichen
Kultstätten.
Durch Herrn Gärtner werden wir einen Einblick in die Kamenzer Kirchen und ihre Bilder- und
Erlebenswelt bekommen. – Michael Gärtner ist evangelischer Pfarrer und Seelsorger in Kamenz. Er will
uns etwas von seinem persönlichen Zugang zu Kirche, Glaube und Spiritualität erzählen und uns die
Möglichkeit geben, dem eigenen Erleben nachzuspüren und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Zum Tagesablauf:
Wir treffen uns 11 Uhr an der Hauptkirche St. Marien.
Unseren Weg beginnen wir mit dem Besuch der benachbarten Katechismuskirche. Bevor wir
eintreten, also an der Schwelle, erwartet uns ein “Kleiner wissenschaftlicher Teil”: Herr Kessner wird
unter Bezug auf M. ELIADE, einem Ethnologen, der mit C.G.Jung eng zusammenarbeitete, etwas über
das Thema “Das Profane und das Heilige” sagen.
Dann gehen wir in die große, gotische Hauptkirche St. Marien. Dort werden wir Geschichten hören
von Menschen, die über sich hinausgewachsen sind (unter anderem von G. E. Lessing, der dort getauft
wurde).
Abhängig von der Zeit, welche wir für unseren Austausch benötigen, kann sich ein Besuch der
Klosterkirche St. Annen anschließen. In dieser Kirche, die von Franziskanern errichtet wurde, können
wir uns an prächtigen Altären erfreuen und ein wenig der Frage nachgehen, ob diese Pracht im
Gegensatz zum Engagement für Kranke und Notleidende steht.
Schließlich werden wir die St.-Just-Kirche besuchen. Die beeindruckenden mittelalterlichen
Wandmalereien führen den Betrachter in die Spannung von Geburt und Tod, Endlichem und Ewigen.
Zwischendurch nehmen wir uns Zeit für einen Imbiß. Bitte bringen Sie sich dafür selbst etwas mit,
damit wir unabhängig von der Versorgung durch eine Gaststätte bleiben.
Um 15 Uhr werden wir uns voneinander verabschieden.